Stadthunde im Sommer – Tipps für ein kühles Köpfchen

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Heute verrate ich Euch, wie ich Knut im Sommer beschäftige ohne ihn bei der Hitze völlig zu überfordern. Dank einem Seminar habe ich nämlich einige Tipps und Tricks zum Thema „Stadthunde im Sommer“ für Euch auf Lager. 

Passend zum bisher heißesten Tag in diesem Jahr – meinem Empfinden nach zumindest – habe ich heute zur Abwechslung mal Tipps für unsere Vierbeiner. Es geht bestimmt nicht nur mir so bei 30 Grad + . Man sitzt in der Straßenbahn oder geht nur schnell zum Supermarkt ums Eck und kommt schweißgebadet wieder zuhause an. Wenn wir schon so mit der Hitze zu kämpfen haben, wie geht es dann unseren geliebten Fellnasen damit?

Ich habe vor kurzen ein Seminar zum Thema „Sommertipps für Stadthunde“ besucht und möchte Euch heute einige der aufschlussreichen Infos weitergeben. So können wir unseren Vierbeinern die heißen Tage vielleicht ein wenig erleichtern.

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Wissenswertes über Hunde

Beginnen wir mit ein paar wissenswerten Fakten zu den Themen Wasserbedarf, Körpertemperatur und Co. Hunde haben eine Körpertemperatur von 38-39°C, also grundsätzlich eine höhere als wir Menschen. Wie auch bei uns, kann diese Temperatur aufgrund hoher Aktivität oder Hitze ansteigen. Hunden ist der Hitzeausgleich dann nur durch Hecheln möglich. Daher ist eine ausreichende Wasserzufuhr im Sommer unerlässlich. Der tägliche Bedarf liegt je nach Körpergröße und Aktivität des Hundes zwischen 10 und 60 ml/kg Körpergewicht.

Aktivitäten im Sommer

Unsere Hunde brauchen genügend Auslauf und Beschäftigung – auch im Sommer. Dennoch gilt hier genau wie beim Menschen, lieber alles mit Maß und Ziel zu machen. Dass man die Aktivität in die frühen Morgenstunden oder kühlen Abendstunden verlegt versteht sich von selbst, nicht wahr? Muss man trotzdem tagsüber in die Sommersonne, sollte man immer die schattige Seite der Straße bevorzugen und eventuell die Temperatur des Asphalts checken. Hundepfoten verfügen wie die Nase über Wärmesensoren und sind daher besonders empfindlich. Ist der Untergrund für unsere Hand oder unseren Fuß zu heiß, ist er das auch für unseren Vierbeiner.

Oft sind Welpen und Junghunde trotz Hitze nicht zu bremsen und tollen gerne mit ihren Artgenossen bis zum Umfallen herum. Eine Faustregel bei Hitze besagt, dass die Hunde alle 10-15 Minuten eine Pause machen sollten – oder eben auch dazu „gezwungen“ werden müssen. Überschreitet die Körpertemperatur nämlich 42°C, stockt das Eiweiß im Körper und es kann zu Schäden kommen.

Kopfarbeit vor körperlicher Aktivität

Geistige Förderung lastet Hunde genau so aus wie körperliche Arbeit. Einziger Unterschied – die Körpertemperatur erhöht sich nicht. Gerade im Sommer sollten wir daher lieber alle möglichen Tricks, wie Winken, Pfoten überkreuzen oder ähnliches, auf die To-Learn Liste setzen. Bitte die Trainingseinheiten dennoch kurz halten!

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Kreative Spiele für Hunde

Aber auch kreative Spiele fordern genügend Konzentration und sind eine gute Beschäftigung – im Sommer sowie im Winter. Meine persönlichen Favoriten sind das „Wassserbad“ oder Hütchen-Spiele. Bei erstem wird eine möglichst große Schüssel mit Wasser befüllt und kleine Stücke Obst oder Gemüse hineingelegt. Wählt einfach das aus, was Euer Hund am liebsten mag. Bei Knut sind es eindeutig Gurke und Melone. Am schwierigsten erweist sich ein ganzer Apfel – wer also längere Beschäftigung sucht, der nimmt einen Apfel. Beim Hütchen-Spiel wird ein Leckerli unter eines von drei (oder mehr) Hütchen gelegt und nach guter alter Straßenkünstlermanier gespielt. Ihr werdet sehen, wie eifrig Euer Partner mit der kalten Schnauze mitmacht.

Selbstgemachtes Hundeeis

Ebenfalls bewährt hat sich als Erfrischung zwischendurch selbstgemachtes Hundeeis. Dazu einfach ungesüßten Obstsaft oder Brühe mit Wasser oder Joghurt vermischen, in eine Eiswürfelform geben und einfrieren. Wichtig ist bei den gekühlten Leckerbissen ein hoher Wassergehalt. Dieser stellt sicher, dass die Nahrung nicht zu kalt im Magen ankommt und macht das Eis daher bekömmlicher und vor allem verträglicher. Knuts klarer Favorit ist aber gefrorene Wassermelone. Da schnappt auch gerne Frauchen mal ein Stück.

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Habt Ihr noch Tipps auf Lager, wie wir unseren vierbeinigen Freunden den Sommer erleichtern können? Verratet sie mir gerne in den Kommentaren! 

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1 Comment
  • Melanie
    01.08. 2017

    Wir haben die Erfahrung gemacht dass auch ein nasses T-Shirt angezogen super ist und unser Hund sich damit sehr wohl fühlt. Machen wir aber nur Zuhause. Ansonsten echt an den See fahren und hier lange mit der Frisbee spielen. Das machen wir früh und dann schläft sie den Rest des Tages. Abends dann noch mal kurz raus und alle sind ausgelastet. Das mit der Wasserschüssel und dem Apfel klingt super. Das versuchen wir mal… lg

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