Let´s talk about water

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Wasser ist ein Lebenselixier und eine begrenze Ressource. Wie begrenzt der Rohstoff tatsächlich ist, wurde mir kürzlich wieder bewusst. Zwei Tage ohne Wasser haben mich ordentlich zum Nachdenken gebracht.

Aus gegebenen Anlass habe ich mir mal ein paar Gedanken über Wasserverbrauch und die Tatsache, wie oft wir täglich mit Wasser in Berührung kommen gemacht. Die zwei Tage ohne einen Tropfen aus der Leitung waren wirklich herausfordernd, haben mir aber geholfen wieder bewusster mit dem nassen Element umzugehen.

Unser Dilemma mit/ohne Wasser – long story short

Das ganze Dilemma hat am Samstagmorgen begonnen, als der Wasserbehälter der Kaffeemaschine leer war und wir kein Wasser mehr hatten. Komischer- oder auch glücklicherweise gab es dieses Problem bei unseren Nachbarn nicht und ich konnte den Behälter und eine Karaffe auffüllen. So ganz ohne Kaffee am Morgen, kann ich weder klar denken, noch bin ich ein Sonnenschein. 😉 Da wir dachten, es sei nur von kurzer Dauer, machten wir uns auch keine großen Gedanken mehr darüber, genossen den Kaffee und dann ging es schon los. Wir konnten weder Zähne putzen noch duschen gehen oder Wäsche waschen. Als wir die Hausverwaltung kontaktieren wollten, fing es erst an kompliziert zu werden. Wir konnten niemanden erreichen und die Notfallnummer, die im Hausflur hängt, existierte nicht. Tja, uns blieb nur übrig zu hoffen, dass wir vielleicht wie aus Zauberhand wieder zu Wasser kommen. Die Dusche durften wir von unseren Nachbarn benutzen und die Toilette im Café im Erdgeschoss. Ich sage Euch, es ist wirklich nicht leicht ohne fließendes Wasser zu leben.

Vor unserem Haus gibt es einen Trinkbrunnen und so packten wir alle Flaschen und Karaffen ein, die wir finden konnten, und befüllten sie – immer und immer wieder. Uns war klar, dass es nur zwei Möglichkeiten gab: entweder einen Installateur rufen und die Kosten von 400-500 Euro (laut Auskunft) selbst zu übernehmen, oder eben zu warten bis sich jemand von der Hausverwaltung darum kümmert – voraussichtlich am Montag. Da 500 Euro echt viel Geld sind, entschieden wir uns für die zweite Option. Ab Montag Nachmittag funktionierte dann wieder alles einwandfrei. So ein frisches Glas Leitungswasser schmeckt einfach köstlich!

Wasser – Lebenselixier und begrenzte Ressource

In dieser Zeit ohne Wasser habe ich mir sehr viele Gedanken zum Thema Wasserverbrauch und unserem Water-Footprint gemacht. Im Alltag kommen wir sooft mit Wasser in Berührung, teils ohne es tatsächlich wahrzunehmen. Es beginnt beim Gang zur Toilette wo wir automatisch spülen und endet bei der frisch gewaschenen Kleidung, die wir tragen. Das Wasser spielt eine Wohlfühlrolle in allen Lebenslagen und begleitet uns Tag und Nacht. Wasser versorgt unseren Körper, verhilft zu glänzendem Haar und Wohlbefinden und ist Bestandteil von Lebensmitteln und Getränken.

Virtuelles Wasser – für uns nicht sichtbar

Nun aber nochmal kurz zu unserem Wasserverbrauch. Es ist gar nicht so einfach ein Beispiel im täglichen Leben zu finden, wofür man kein Wasser benötigt. Virtuelles Wasser bezeichnet die Menge an Wasser, die für die Herstellung eines Produktes benötigt wird – Wasser, das wir quasi passiv verbrauchen.

Es beginnt mit 35 Liter Wasser, die bei der Herstellung einer Tasse Tee verbraucht werden. Die Produktion einer Jeans verschluckt rund 5400 Liter und bei einem PKW geht es mit 450.000 Liter Wasserverbrauch ins Unermessliche. Aber auch Fleisch ist ein großer Übeltäter – 1 kg Rindfleisch verputzt ca. 15.000 Liter. Unglaublich oder? Der weltweite Durchschnittswert vom Wasserverbrauch liegt bei 1.240 m³ pro Kopf . In Deutschland sind es um die 1.500 m³ pro Kopf. Vor allem aber sind es die landwirtschaftlichen Produkte, die über 86% des weltweiten Wasserfussabdrucks ausmachen.

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Was können wir dagegen tun?

Es gibt viele Dinge, die wir tatsächlich gegen diesen hohen Wasserverbrauch tun können. Es fängt mit Kleinigkeiten im Haushalt an, wie etwa beim Duschen, Zähne putzen und auch beim Abwasch den Hahn immer wieder abdrehen. Wir können beim Einkauf von Lebensmitteln auf Regionalität und Saisonalität achten und unseren Fleischkonsum reduzieren. Leider ist der Water-Footprint von Unternehmen meist nicht transparent dargestellt und das Kaufverhalten von uns Konsumenten kann daher noch nicht ausreichend gelenkt werden. Hoffen wir das Beste für unsere Zukunft und für die Umwelt!

Aufgrund meiner zahlreichen Instastories (folgt mir gerne auf Instagram) und Jammertiraden ist auch die BWT-Gruppe auf mich aufmerksam geworden. BWT steht für Best Water Technology und ist Europas führendes Wassertechnologie-Unternehmen. Grob gesagt entwickelt BWT umweltfreundliche und ökonomische Wasseraufbereitungsprodukte und -technologien. Mehr darüber werde ich Euch aber im Laufe des Jahres verraten. Unsere zwei Tage ohne Wasser haben mir wirklich zu denken gegeben und gemeinsam mit BWT widme ich mich dem Thema Wasser in den nächsten Monaten genauer. Ihr werdet sehen, wie sehr das blaue Gold unser Leben und unsere Gewohnheiten beeinflusst.

Mich würde interessieren wie Ihr zu diesem Thema steht bzw. ob Ihr Euch schonmal mit dem Thema virtuelles Wasser beschäftigt habt! Verratet mir Eure Gedanken in den Kommentaren! Ich freue mich! 

Quellen: nachhaltigkeit.info, UNESCO, wikipedia.org

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4 Comments
  • Sabrina
    05.07. 2017

    Hi Trixi!

    Spannendes Thema, das du hier mit dem virtuellen Wasser aufgreifst. Der Wasserverbrauch von Produkten war mir auch lange nicht klar und ich hatte eine Art Schock, als ich das erste Mal über dieses Thema „gestolpert“ bin.
    Was vor allem für deine Zielgruppe spannend sein könnte, ist der Wasserverbrauch von Baumwolle: 1 kg konventionell produzierte Baumwolle benötigt 11.000 bis 23.000 Liter Wasser, je nach Anbaugebiet. Bio-Baumwolle benötigt ca. 50% der Wassermenge, was aber auch noch immer sehr viel ist. Seit ich das weiß, ist das Thema Second Hand bei mir wesentlich präsenter.

    Wie bei Kleidung, versuche ich den Konsum von wasserintensiven Lebensmitteln und Konsumgütern zu reduzieren. Kaffee trinke ich einen pro Tag zum Frühstück und habe vor, ihn gegen Kräutertee zu ersetzen. Avocados kommen schon länger nicht mehr auf meinen Teller (denn nicht nur der Wasserverbrauch ist bei diesem Produkt, gleich wie bei Quinoa oder CousCous, ein Problem) und Kleidung siehe oben. Auch beim „realen“ Wasser bemühe ich mich, es nicht zu verschwenden. Denn es ist ein kostbares Gut und wenn wir so weiter machen auch endlich. Zumindest in der Qualität, wie wir es in unseren Breitengraden haben. Andere Länder haben, wie von Claudia bereits angemerkt, ganz andere Herausforderungen mit dem Trinkwasser.

    Liebe Grüße

    Sabrina

    • Beatrix Treml
      05.07. 2017

      Danke für Dein Feedback Sabrina! Das Thema ist einfach unglaublich wichtig und die Bewusstseinsbildung hält sich leider in Grenzen. Ich möchte eben auch junge Leute darauf aufmerksam machen! 🙂

      Alles Liebe,
      Trixi

  • Claudia Braunstein
    23.06. 2017

    Liebe Trixi, das größte Problem ist gar nicht so sehr der Wasserverbrauch, der für uns sichtbar ist. Wasserhahn laufen lassen und täglich in die Badewanne merkt man zwar im Geldbörserl, aber wirkliche Wasserverschwendung ist das nicht, weil wir hier in einer wasserreichen Gegend leben. Außer wir haben eine Trockenperiode. Was aber tatsächlich ein Wahnsinn ist, ist der Verbrauch an Wasser für Herstellung von Gütern oder Lebensmittel in Gegenden, die über keine großen Wasserreserven verfügen. Ich sage nur Avocado! An allen Ecken und enden wird Avocado als die Trendfrucht angepriesen und kaum jemand macht sich Gedanken welchen Foodprint eine einzelne Frucht hinterlässt.
    Toll, dass du das Thema aufgreifst!
    Liebe Grüße aus Salzburg, Claudia

    • Beatrix Treml
      27.06. 2017

      Da bin ich ganz bei Dir Claudia. Darum habe ich auch das Thema „virtuelles Wasser“ angesprochen! Avocados kommen bei mir jetzt auch kaum mehr auf den Tisch!

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