Therme Geinberg – ein Blick hinter die Kulissen

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Zeit zu Zweit kommt bei uns momentan viel zu kurz. Umso mehr freute ich mich über unseren Aufenthalt in der Therme Geinberg im Rahmen des Instagram Takeovers von BWT. Entspannung war im vergangenen halben Jahr tatsächlich ein Fremdwort für mich aber nun konnte ich wieder genug Energie tanken um Euch mit News zu versorgen. 

Werbung. Die Therme Geinberg kannte ich schon aus Erzählungen von meinen Eltern. Da die Therme nicht als Kindertherme bekannt ist, sondern vielmehr als Ruheoase, nahmen sie sich dort gerne mal eine Auszeit. Ein weiterer Grund für die Wahl ist die Nähe zu meinem Heimatort – nur knapp eine halbe Stunde bis zur vollen Entspannung.

Aber mein Freund und ich waren nicht nur zur Erholung in der Therme sondern aus einem ganz anderen Grund. Wie oben schon erwähnt findet dieser Aufenthalt in Zusammenarbeit mit BWT – best water technology – statt. Wir durften also einen Blick hinter die Kulissen bzw. genauer gesagt unter die Becken werfen. Hinter so einer großen Anlage steckt nämlich auch ganz schön viel Technik. Bevor wir aber zum technischen Teil kommen, möchte ich noch ein paar Worte zum Thermen-Aufenthalt und zur Therme an sich loswerden.

Die Therme Geinberg – Erholung pur

Wir wurden für unsere Übernachtung in einem Doppelzimmer Prestige einquartiert. Ein wirklich großes Zimmer in dem wir uns rundum wohlgefühlt haben. Gleich nach dem Check-In tauschten wir Alltagskleidung gegen Wohlfühl-Outfit – aka Badesachen – und machten uns auf den Weg in die Therme. Die ist übrigens durch einen Tunnel mit dem Hotel verbunden. So kann man getrost in Bademantel und  -latschen  vom Zimmer bis zum Becken gehen.

Die Therme Geinberg verfügt über verschiedene Teilbereiche, wo garantiert für jeden Geschmack das richtige Angebot dabei ist. Angefangen bei einer traumhaften Salzwasser-Lagune inklusive Strandbar bis hin zur Oriental World mit Serailbad, Wärmegrotte und Co. Für Sauna-Liebhaber gibt es ebenfalls ein großes Angebot mit verschiedensten Saunen und Dampfbädern. Aber auch alle anderen Erholungssuchenden werden bestimmt fündig.

Insgesamt können die Besucher im Resort zwischen fünf Thermal-, Frisch- und Salzwasserbecken mit Temperaturen von 26°C bis 36°C wählen. Wie Ihr seht, habe ich mich mit meiner Ankündigung nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt.

Neben dem umfangreichen Wellness-Angebot darf ich natürlich die kulinarische Verpflegung nicht vergessen. Das Hotel-Restaurant bietet regionale und saisonale Schmankerl vom Feinsten. Wir waren sowohl vom Abendessen inkl. Vorspeisen- und Salatbuffet als auch vom Frühstücksangebot wirklich begeistert. Alles was das Feinschmecker-Herz begehrt ist hier zu finden.

Meine Highlights: Oriental World und Salzwasser-Lagune

Da mein Kreislauf Saunagänge nicht besonders gut verkraftet, bin ich in Thermen meist im Dampfbad anzutreffen. Ich liebe es! Besonders angenehm fand ich daher das Serailbad als Teil des Hamam-Rituals in der Oriental World. Generell ist diese orientalische Erlebniswelt einen Besuch wert. Das Refugium ist ein idealer Ort um zur Ruhe zu kommen.

Ebenfalls begeistert hat mich bzw. uns die Karibik Lagune mit dem Salzwasser Pool. Salzwasser ist einfach super für die Haut und mir persönlich immer lieber als Süßwasserpools. Deshalb war meine Freude groß, als ich die Lagune entdeckt habe. Für das perfekte Urlaubsfeeling sorgen hier noch der Sandstrand und die Palmen. Leider war es aber bei uns schon zu kalt um sich am „Strand“ zu sonnen – aber dafür umso besser im warmen Wasser.

Lebenselixier Wasser

Wasser verwöhnt die Seele und hilft uns beim Entspannen. Kein Wunder also, dass gerade ein Thermenbesuch für Wohlbefinden sorgt. Im Wasser fühlen wir uns schwerelos und lassen die Gedanken hinter uns.

Dieser Wohlfühl-Effekt ist aber von einem Faktor abhängig, den wir beim Besuch von öffentlichen Bädern als selbstverständlich erachten – nämlich der Sauberkeit des Wassers. Niemand denkt hier an die sich ausweitende Wasserverschmutzung, sich erschöpfende Flussläufe, übernutzte Grundwässer oder die Bedrohung der Wassernutzung durch Versalzung. Wir sind es gewohnt in ein sauberes Becken einzutauchen und all jene negativen Gedanken auszufiltern. Und hier sind wir auch schon beim Stichwort „filtern“.

Für Wasser in dieser gleichbleibenden, hohen Qualität, auch wenn hunderte Menschen im gleichen Becken schwimmen, bedarf es vor allem Wissenschaft und Technologie. Um Sicherheit, Hygiene und Gesundheit im täglichen Umgang mit dem kostbaren Lebenselixier Wasser zu gewährleisten greift die Therme Geinberg zu Wasseraufbereitungssystemen von BWT.

Wasseraufbereitung in der Therme Geinberg

Wie anfangs schon erwähnt, hatte unser Besuch in der Therme Geinberg auch einen anderen Grund als die langersehnte Entspannung. Als Besucher erfreut man sich stets am sauberen Wasser der Therme –das Know-How und die Technik die hinter der hohen Wasserqualität stecken, bleiben einem aber verborgen. Gemeinsam mit dem Chef der Haustechnik ging es für uns daher nicht in den Pool sondern unter den Pool 😉

Ein Blick hinter die Kulissen РBWT Anlagen in ̦ffentlichen Pools

Während die Gäste oben ruhen und entspannen, arbeiten unten zahlreiche Maschinen auf Hochtouren und werden vom Surren der Wasserpumpen begleitet.

Chlor wird in Form von freien Partikeln dem Wasser beigemengt. Diese fangen die Keime und Bakterien im Wasser ein. Je mehr freie Chlorpartikel im Wasser vorhanden sind, desto höher ist die Qualität – ganz vereinfacht gesagt. Das Wasser das über die Ablaufgitter am Beckenrand fließt, kommt nicht etwa in den Abfluss sondern in die Aufbereitungsanlagen unter den Pools. Der erste Schritt erfolgt in der Flockungsanlage. Damit werden Kleinstpartikel filtrierbar gemacht. Anschließend wird das Wasser durch zwei Filterschichten aus Kohle und Quarzsand gepresst. Ist das Wasser gefiltert, wird es wieder in die Becken zurückgeführt. Im Laufe des Tages lagern sich Schmutzstoffe in den Filtern ab. Daher werden die Filter laufend gespült und damit das System gereinigt.

Aber nicht das gesamte Wasser darf in den Kreislauf zurückfließen. Mindestens 30 Liter pro Thermen-Gast müssen täglich durch Frischwasser ersetzt werden.

Messwerte der BWT-Anlagen

Auf dem nachfolgenden Bild seht Ihr die Werte des Außenbeckens.

0,69ml/l zeigt den Chlorgehalt im Wasser an. Ein Gehalt von 0,3 bis 0,6 mg/l freies Chlor (maximal aber 2,0 mg/l) sollte ständig im Wasser vorhanden sein. Darunter liegt gleich der pH-Wert, der 7,8 nicht überschreiten darf. In der Therme Geinberg liegt dieser maximal bei 7,5. Rechts daneben ist noch der Wert der freien Chlorpartikel im Wasser zu sehen – die sogenannte Redoxspannung. Hohe Redoxspannung steht für eine hohe Keimtötungsgeschwindigkeit.  Die ist zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes mehr als optimal.  (Anmerkung: Bei einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5 sollte die Redoxspannung etwa 750 mV betragen)

Die gesamten Messwerte in der Therme werden zweimal täglich auch manuell gemessen, da sich bekanntlich auch Maschinen irren können. Dazu gehört ein immenses Fachwissen. Nicht nur, dass es aufgrund der Thermen-Erweiterungen bereits fünf verschiedene Systeme gibt, auch die Orientierung in den unterirdischen Hallen ist eine Herausforderung.

Für uns war diese Führung wirklich sehr interessant und ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmal bei dem netten Herrn Robert bedanken! Er konnte die Technik so gut erklären, dass auch ich es verstanden habe 🙂 Die BWT Aufbereitungsanlagen werden neben der Therme Geinberg auch noch in der Therme Lutzmannsburg im Burgenland sowie im Kärnten Therme Warmbad-Villach eingesetzt.

Wusstet Ihr, wie es behind the scenes von Thermalbädern zugeht? Ich werde ab sofort das saubere Wasser bestimmt mehr als zuvor schätzen!

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