Basische und basenüberschüssige Ernährung – Was? Wieso? Warum?

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Bei rund 50% der Menschen liegt der Säure-Basen-Haushalt im sauren Bereich. Basische Lebensmittel helfen diesen aufrecht zu erhalten und sorgen für unser Wohlbefinden. In diesem Beitrag dreht sich alles ums Thema basische Ernährung und Übersäuerung.

Am Montag startet mein 10-tägiges Abo für die Basenbox.  Aus diesem Grund habe ich mich vorab ein wenig über basische Ernährung schlau gemacht und möchte meine Recherche-Ergebnisse in diesem Beitrag mit Euch teilen. Erkenntnis Nummer eins gleich vorweg: basische Ernährung ist auf Dauer nicht gesund. Hingegen sollte man sich basenüberschüssig ernähren. Mehr dazu findet Ihr in diesem Artikel.

Vor allem der übermäßige Konsum von Zucker, Kaffee, Alkohol und tierischen Produkten können eine Übersäuerung des Körpers hervorrufen. Hinzu kommen Stress, der hohe Leistungsdruck in der heutigen Gesellschaft und zu wenig Bewegung. Ist der Körper nicht mehr in der Lage mit dem Überschuss an Säure fertig zu werden, wird er im wahrsten Sinne des Wortes sauer. Die Folge sind Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen, Cellulite, Müdigkeit und weitere Dinge, auf die man gerne verzichten würde.

Aber wie erkenne ich eine Übersäuerung? Welche Auswirkung hat diese auf meinen Körper? Was sind basische Lebensmittel und welche Vorteile bringt eine basische Ernährung mit sich? Auf genau diese Fragen habe ich die Antwort gefunden.

Wie erkenne ich eine Übersäuerung?

Eine Übersäuerung des Körpers äußert sich einer Vielzahl an Symptomen. Müdigkeit, Trägheit, Verdauungsprobleme sind nur einige davon. Auch ein allgemeines Unwohlsein dem eigenen Körper gegenüber kann schon ein Zeichen für eine Übersäuerung sein. Zeit etwas dagegen zu unternehmen.

Zu allererst sollte man den pH-Wert des Urins messen um sicher zu gehen, dass es sich tatsächlich um eine Übersäuerung handelt. Teststreifen dafür gibt es in der Apotheke zu kaufen. Der „Normalwert“ liegt zwischen 6,2 – 6,8 – ist also neutral bis leicht sauer.

In verschiedenen Bereichen des Körpers werden auch unterschiedliche Säuregrade gemessen. Für unsere Gesundheit sind die passenden pH-Werte in jedem Körperbereich ausschlaggebend. Die basische Ernährung entsäuert das Bindegewebe, die Lymphe, den Dünndarm und alle anderen Organe und Bereiche, die einen basischen pH-Wert benötigen. Bei einer Übersäuerung ist dieser Säure-Basen-Haushalt gestört. Das heißt, jene Körperbereiche, die im gesunden Zustand basisch sein sollten, werden von überschüssigen Säuren bedroht und umgekehrt.

Auswirkungen eines übersäuerten Körpers

Eine Übersäuerung hat viele Auswirkungen auf den Körper und unsere Gesundheit – leider nur negative. Neben der bereits genannten Müdigkeit machen sich auch Leistungsschwäche, vermehrte Anfälligkeit für Infekte und auch Hautunreinheiten breit.

Bei einem Überschuss an Säure, kann diese nicht mehr so einfach ausgeschieden werden und der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen bleiben. Werden dem Körper über längere Zeit zu viele saure und zu wenig basische Lebensmittel zugeführt, muss er immer grössere Anstrengungen unternehmen, die Säuren im Körper zu neutralisieren und die Abweichungen des pH-Werts nach unten oder oben auszugleichen.

Diese Aufgabe übernehmen die körpereigenen basischen Puffersubstanzen – dazu zählen basische Mineralstoffe wie Calcium, Kalium oder Magnesium. Danach können die neutralisierten Säuren über Nieren, Haut und Darm ausgeschieden werden. Das gelingt aber aufgrund der grossen Säurenmenge von der üblichen Ernährungsweise oft nicht mehr oder nicht vollständig. Die Folge sind überlastete Ausscheidungsorgane und die Einlagerung der Schlacken im Körper.

Die Lösung: basische Lebensmittel

Basische Lebensmittel helfen dem Körper den Säure-Basen-Haushalt aufrecht zu erhalten und auszugleichen. Sie aktivieren die Basenbildung im Körper und liefern basische Mineralstoffe. In die Kategorie fallen alle Gemüse- und Obstsorten, Kräuter, Pilze, Sprossen und Keime und Mandeln.

Es gibt einige ausschlaggebende Eigenschaften, welche die sogenannten basischen Lebensmittel erfüllen müssen. In erster Linie verfügen sie über einen hohen Gehalt an basisch wirkenden Mineralien und Spurenelementen und sind arm an säurebildenden Aminosäuren. Des weiteren liefern sie Stoffe, wie zum Beispiel Bitterstoffe, die die körpereigene Bildung von Basen anregen. Sie enthalten Antioxidantien, Vitamine und andere Substanzen und sorgen damit für die Vitalisierung des Körpers und Stärkung der Entgiftungsorgane.

Durch einen hohen Wassergehalt versorgen sie den Körper mit ausreichend Flüssigkeit und unterstützen ihn somit bei der Entschlackung und Ausscheidung der Säuren. Basische Lebensmittel fördern die Darmgesundheit und stabilisieren die gesunde Darmflora. Je gesünder der Darm ist, umso besser und schneller können anfallende Säuren ausgeschieden werden, umso vollständiger verläuft die Verdauung und umso weniger Schlacken fallen überhaupt erst an.

All diese Eigenschaften bringen unter anderem die meisten Obst- und Gemüsesorten, Kartoffeln und Trockenfrüchte und auch unbehandelte Sauermilchprodukte mit sich.

Unterschied basische und basenüberschüssige Ernährung

Basische Ernährung ist nicht mit einer basenüberschüssige Ernährung gleichzusetzen. Ersteres sollte nämlich keine dauerhafte Ernährungsform sein. Die basische Ernährung besteht zu 100% aus basischen Lebensmitteln. Sie wird nur kurweise empfohlen, wie etwa bei der Basenbox. Denn irgendwann ist der Organismus sauber, entgiftet, entschlackt und gereinigt. Danach sollte mit einer basenüberschüssigen Ernährung fortgesetzt werden. Sie gibt dem Körper die nötige Power und Kraft nach der Reinigung.

Im Gegensatz zur basischen Ernährung wird hier nur etwa 70 – 80% basische und zu 20 – 30% gesunde säurebildende und neutrale Lebensmittel gesetzt. Die guten Säurebildner sollten regelmässig die Mahlzeiten bereichern und ergänzen, aber nicht Überhand nehmen. Nun müssen wir nur mehr zwischen gesunden und schlechten säurebildenden Lebensmitteln unterscheiden.

Was sind gesunde säurebildende Lebensmittel?

Säurebildende Lebensmittel sind nicht automatisch auch schlecht und ungesund. Ganz im Gegenteil. Es gibt Lebensmittel, die durchaus säurebildend wirken, aber gleichzeitig sehr gesund sind wie zum Beispiel Nüsse, Pseudogetreide oder Hülsenfrüchte. Aber auch Grüntee, Bio-Eier oder Fleisch aus konventioneller Landwirtschaft zählen dazu. Ihr seht also, dass man bei einer basenüberschüssigen Ernährung auf wirklich nichts verzichten muss. Na gut, auf Pasta und Pizza leider schon. 🙁

Was sind schlechte säurebildende Lebensmittel?

Zu den stark säurebildenden Lebensmitteln zählen vor allem Fleisch, Wurst, Fisch und Milchprodukte – im Grunde die gesamte Range an tierischen Produkten. Aber auch Genussmittel wie Alkohol, Kaffee oder schwarzer Tee gehören dazu.

Was sind neutrale Lebensmittel?

Überraschenderweise sind Butter, Ghee und Sahne neutrale Lebensmittel. Ebenfalls in die Gruppe fallen Wasser, Naturreis und Walnüsse.

Welche Vorteile hat eine basische Ernährung?

Eine basische Ernährung bzw. Entschlackungstage helfen, den Organismus wieder auf Vordermann zu bringen. Die Ausleitung aller überschüssigen Säuren und deren Schlacken führt zurück zu einem gesunden Säuren-Basen-Haushalt.

Müdigkeit, Kopfschmerzen und andere Symptome eines übersäuerten Körpers verschwinden. Man fühlt sich deutlich fitter, vitaler und gesünder. Gleichzeitig versorgen basische Lebensmittel den Körper mit allen essentiellen Mineralien und Spurenelementen und unterstützen ihn, sein gesundes Gleichgewicht wiederzufinden.

Tipps für basenüberschüssige Ernährung im Alltag

  • täglich viel frisches Obst und Gemüse
  • grüne Smoothies for the win!
  • Fertigprodukte meiden und immer frisch kochen
  • Fisch, Fleisch und Eier aus biologischer Landwirtschaft
  • Kartoffeln und Maroni sind gute basische Beilagen
  • Weißmehl, Zucker, Kaffee und Alkohol sind tabu
  • mehrere, kleinere Mahlzeiten anstatt wenigen großen
  • Zeit zum Essen nehmen
  • Unterstützung der Nieren durch ausreichend Flüssigkeit
  • Kräutertee versorgt den Körper mit Mineralstoffen
  • moderate Bewegung kurbelt die Säureausscheidung an
  • gezielte Entspannungsmaßnahmen wie Yoga
  • Mandelmilch ersetzt Milchgetränke

So, das waren jetzt vorerst meine gesammelten Infos zum Thema basische Ernährung. Habt Ihr damit schon Erfahrung gemacht? Ich werde Euch ab Montag auf Instagram bezüglich meiner Basenkur up-to-date halten und bin schon richtig gespannt, wie es mir ergehen wird. Vielleicht werde ich endlich meine Müdigkeit und ein paar Einlagerungen los.

Fotos via unsplash.com

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2 Comments
  • Ulla
    06.09. 2018

    Vielen Dank für diesen Beitrag, er ist wirklich sehr interessant. Darf ich fragen wie es dir mit deiner Kur gegangen ist?
    Ich beschäftige mich erst seit kurzem mit diesem Thema. Eigentlich erst seitdem ich in der Praxis Natur Heilung erfahren habe, dass mein Körper stark übersäuert ist. Seitdem versuche ich auf Kaffee und Co. zu verzichten. Von Tag zu Tag fällt es mir einfacher auf säurebildende Lebensmittel zu verzichten. Mittlerweile merke ich auch schon einen Unterschied, irgendwie fühle ich mich nicht mehr so müde. Mal sehen wie es weitergeht. 🙂
    Alles Liebe,
    Ulla

    • Beatrix Treml
      10.09. 2018

      Liebe Ulla,
      da ich sonst auch recht gesund esse, ist es mir bei der Basenkur sehr gut gegangen. Bis auf Kopfschmerzen hatte ich keine weiteren Nebenwirkungen. Ich versuche nun mich sofern es möglich ist an basenüberschüssige Ernährung zu halten. Es tut dem Körper einfach gut!

      Alles Liebe,
      Trixi

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